Zeitgeschichtliche Zitate

ZEITGESCHICHTLICHE ZITATE
Im Jahr 1985 gelang Mercedes-Benz das für fast unmöglich Gehaltene: der Nachfolger der hauseigenen Trutzburg namens W123 wurde nochmals besser – in allen Belangen. Und das Weltbeste der automobilen Mittelklasse wurde nochmals getoppt. Ein Mercedes, der noch von Ingenieuren, nicht von Buchhaltern entwickelt wurde und im Laufe der Jahre für alle, die motorisiert ihren Tag gestalten, zu einem guten Bekannten wurde. In höchstem Maße glänzte diese Baureihe mit zuverlässiger Technik, hochwertigen Materialien und exzellenter Verarbeitung, die bei den Nachfolger-Modellen oft sehr vermisst werden sollte.
(Classic Driver, 25.06.2011)

Technische Daten

HerstellerMercedes Benz
TypE320 Coupe, C124
Zulassung28.09.1993
TÜV / AUneu
Kilometer115.100
Außenfarbeastralsilber metallic
PolsterStoff, grau
Produktion gesamt141.498
Produktion13.768
Zeitraum gesamt1984 - 1997
Zeitraum1992 - 1996
ZylinderR6
Hubraum
3.199 ccm
Leistung220PS / 162kW
Drehmoment320Nm bei 3.750 U/Min.
Getriebe4-Gang Automatik
Sitzplätze4
ExtrasRadio, Klimaanlage
Vorbesitzer2
Letzter Serviceneu bei Übergabe
Grundpreis82.820 DM

PREIS

19.800,00 €

HISTORIE

Die Entwicklung des W 124 begann im Herbst 1976 unter der Leitung von Hans Scherenberg. Im Juli 1977 startete das W 124-Programm offiziell, und die Forschung und Entwicklung nahm ihre Arbeit unter dem neu ernannten Entwicklungschef Werner Breitschwerdt auf. Im April 1978 wurde beschlossen, sich bei der Entwicklung am Mercedes-Benz W 201 zu orientieren. Bis April 1979 wurde das Lastenheft abgeschlossen, in dem die Basisparameter des Projekts festgelegt wurden. Im Winter 1980 wurde das endgültige Exterieurdesign für das W 124-Programm fertiggelegt und schließlich Anfang 1981 vom Vorstand genehmigt. Mitte 1982 wurden die ersten Prototypen fertiggestellt. Im März 1984 begann die Fertigung der Pilotproduktion und die Entwicklung der Limousine wurde abgeschlossen.

Allgemein

Im März 1987 erweiterte Mercedes-Benz erneut das Typenprogramm der Baureihe. Zunächst debütierten auf dem Genfer Auto-Salon zwei Coupé-Typen, die als dritte Karosserievariante das Angebot vervollständigten. Es bestand eine enge Verwandtschaft zur Limousine. Allerdings wurde die Bodengruppe des Viertürers so verändert, dass das Coupé einen 8,5 Zentimeter kürzeren Radstand aufwies. Das unterstrich den sportlichen Charakter des Zweitürers und machte ihn zu einer konstruktiv und formal eigenständigen Karosserievariante. Es trug von Anfang an die breiten Seitenplanken, bevor diese bei den übrigen Karosserieversionen eingeführt wurden, jedoch einheitlich in zwei verschiedenen Grautönen (hellgrau passend zu Silber, dunkelgrau zu Anthrazit; sonst wurde sie zumeist kontrastierend eingesetzt, zum Beispiel Schwarz mit hellgrauer Planke oder Weiß mit dunkelgrau).
Erst ab der ersten Modellpflege (MoPf 1) ab September 1989 gab es die Seitenbeplankung dann angepasst an die jeweilige Karosseriefarbe bei allen Modellen. Die Gemeinsamkeiten mit der Limousine beschränkten sich auf den Vorbau und die Heckleuchten. Der in den Limousinen der Baureihe erreichte Sicherheitsstandard wurde für die Coupé-Modelle übernommen. B-Säulen wurden dabei durch verstärkte A-Säulen, Seitenschweller und Türen sowie einen besonders hohen Anteil an hochfesten Stahlblechen kompensiert. Die ohne B-Säule gefertigten Fahrzeuge hatten keine Scheibenrahmen, sodass man die Seitenscheiben rahmenlos komplett absenken konnte. Darüber hinaus wurde wegen der fehlenden Anbringungsmöglichkeit an der nicht vorhandenen B-Säule der Gurtbringer des C 126 übernommen.
Neue Wege ging man beim Dachabschluss: Die Innenverkleidung des Daches wurde ein Stück unter die Heckscheibe gezogen, was der Sicherheit und dem Komfort der Fondpassagiere zugutekam: Im Gefahrenfall befanden sich weder Blech- noch Scheibenkante im Kopfbereich. Und da das Dach trotz der Coupéform erst weit hinten schräg abfiel, standen den Fondpassagieren mehr Kopffreiheit zur Verfügung als man von einem Coupé gewohnt war. Optisch kaschiert wurde der Überlappungsbereich durch ein dunkles Raster auf der Scheibe.
Das Coupé gab es in fünf Varianten, als E 200, 220 CE/E 220, 230 CE, 300 CE, und als 300 CE-24 bzw. 320 CE und E 320. Zusätzlich gab es noch die AMG-Versionen (E 36 AMG). Außerdem war auch das Sportline-Paket erhältlich.

Fahrzeugbeschreibung

Das hier angebotene Fahrzeug besticht durch seine absolut rostfreie, sehr gute Substanz. Aufgrund von Kratzern, Dellen und schlechter Lackqualität wurde das Fahrzeug aktuell in einem Karosseriefachbetrieb komplett in der Original-Farbe zu einem Preis von € 6.000,00 neu lackiert. Das Fahrzeug ist aus 2. Hand, hat allerdings, aufgrund eines Umzuges, 3 Haltereinträge. Der letzte Besitzer, ein Arzt aus Bad Homburg, nutze das Fahrzeug über 15 Jahre, ausschließlich als Zweitwagen. Das Scheckheft ist lückenlos, bis zu einem KM-Stand von 64.186 am 22.04.2004. Danach sind weitere Servicearbeiten durch die ab 2010 vorliegenden Servicerechnungen belegbar. Nach seiner Pensionierung hat der Besitzer das Fahrzeug nur noch gelegentlich bewegt, sodass von 2012 bis zur Stilllegung 2017 nur lediglich 7.000 Kilometer gefahren worden sind. Das Fahrzeug bekommt vor Übergabe noch neuen TÜV und einen Kundendienst in einem Fachbetrieb.