Zeitgeschichtliche Zitate

Viel Fahrspaß, wenig Elektronik

ZEITGESCHICHTLICHE ZITATE
„Er hat Mumm wie Jupp Heynckes im Schussbein und den rauen Charme von Jean-Paul Belmondo. Sein Erscheinungsbild prägen die neuen Sicherheitsstoßstange. Beachtliche innere Werte sind nach wie vor Zuverlässigkeit, Temperament, Sicherheit und solide Verarbeitung. “
(Zitat: Münchner tz, Juli 1974)

Technische Daten

HerstellerPorsche
Typ911 SC
Zulassung23.02.1981
TÜV / AUJuni 2023
Kilometer210.600
AußenfarbeZinn Metallic
PolsterKunstleder/Velours schwarz
Produktion gesamt193.605
Produktion25.466
Zeitraum gesamt1973 - 1989
Zeitraum1980 - 1983
Zylinder6
Hubraum
2.994 ccm
Leistung204PS / 150kW
Drehmoment267 Nm bei 4.300 U/Min.
Getriebe5-Gang Schalter
Sitzplätze4
ExtrasKlimaanlage, Radio
Vorbesitzer3
Letzter Service
Grundpreis53.600,00 DM

PREIS

46.800 €

HISTORIE

Die erste größere Überarbeitung der 911-Karosserie wurde durch eine 1972 von der US-Behörde für Fahrsicherheit erlassenen Vorschrift nötig. Der „Motor Vehicle Information and Cost Savings Act“ forderte für alle Neufahrzeuge, dass ein Aufprall der Stoßfänger auf ein Hindernis bis zu einer Geschwindigkeit von 8 km/h keine Schäden am Wagen zur Folge hat. Zur Erfüllung dieser Auflage wurden die 911er mit neu gestalteten Stoßfängern versehen, die für den US-Markt mit integrierten elastischen Pralldämpfern ausgerüstet waren. Bei allen Fahrzeugen, die nicht für den Export in die USA bestimmt waren, fanden günstigere Prallrohre Verwendung, die sich jedoch bei Parkremplern verformten und daher ausgetauscht werden mussten. Die Pralldämpfer konnten als Extra bestellt werden.
Jedes Modelljahr des 911 wird Porsche-intern mit einem Buchstaben bezeichnet.
Das G-Modell (korrekt: Die G-Serie) erschien Mitte 1973 (Modelljahr 1974) und der 911 wurde mit dieser Karosserie 16 Jahre bis Mitte 1989 hergestellt. Obwohl strenggenommen nur das Modelljahr 1974 als „G-Modell“ bezeichnet werden darf, werden allgemein alle 911-Typen der Baujahre 1973 bis 1989 so genannt. Mit dem K-Programm ab Mitte 1988 startete gleichzeitig die Produktion des Nachfolgetyps Porsche 964.

Allgemein

Der Hauptunterschied zwischen dem Urmodell und dem G-Modell sind vor allem die großen Stoßstangen des neueren 911ers – diese sind wuchtiger geraten. Vor allem die faltenartigen Kunststoffübergänge zwischen den Stoßstangen und der Karosserie haben dem Modell den Spitznamen „Faltenbalg-Porsche“ eingebracht.
Die vorderen Blinkleuchten wurden von den Kotflügelecken in den Stoßfänger versetzt. Am Heck ist zwischen den Rückleuchten ein durchgehendes rotes Reflektorband mit der Aufschrift „Porsche“ hinzugekommen. Sportlichere Modelle, wie z. B. der Carrera oder der Turbo, haben weiter nach außen ausgestellte Kotflügel vorne und besonders hinten, um breitere Räder aufnehmen zu können. Andere Unterschiede an der Karosserie zu dem Urmodell, wie z. B. der nochmals vergrößerte Radstand, sind optisch kaum zu erkennen.
Ab dem Modelljahr 1976 verwendete Porsche eine beidseitig feuerverzinkte Karosserie. Porsche konnte daher eine sechsjährige Garantie gegen Durchrosten anbieten, die zum Modelljahr 1981 auf sieben, später dann sogar auf zehn Jahre ausgedehnt wurde.

Fahrzeugbeschreibung

Bei dem hier im Kundenauftrag angebotenen Fahrzeug handelt es sich um ein gepflegtes Exemplar in einem guten Zustand. Das Fahrzeug wurde vor einiger Zeit teilrestauriert, und in der Original-Farbe „Zinn-Metallic“ nachlackiert. Die Erstauslieferung des Fahrzeuges erfolgte 1981 über das Porsche-Zentrum Solingen an ein Solinger Unternehmen. Im September 1984 wechselte das Fahrzeug mit einem KM-Stand von 63.989 in den Besitz einer Unternehmerin aus Offenbach. In den folgenden Jahren gab es mehrere unterschiedliche Haltereinträge, die aber alle innerhalb der Familie der 2. Besitzerin erfolgten, sodass das Fahrzeug quasi über 32 Jahre in einer Hand war. Erst im Jahre 2016 wechselte der Porsche zu dem heutigen Besitzer. Die vorliegende Geburtsurkunde von Porsche bescheinigt dem Fahrzeug u.a. die bereits werkseitig verbaute Klimaanlage und die Originalität von Motor und Getriebe, sodass man hier von einem „Matching-Number Fahrzeug“ sprechen kann. Der Innenraum, mit dem äußerst beliebten „Pascha-Muster“ präsentiert sich in einem sehr guten Zustand.
Das Fahrzeug hatte leider vor einigen Jahren einen leichten Frontschaden, bei dem allerdings der Rahmen nicht beschädigt worden ist. Die Blecharbeiten im Innenbereich des Kofferraums wurden zwar ordnungsgemäß, aber optisch leider nicht sehr schön ausgeführt. Seitens des Verkäufers wird zugesichert, dass diese optischen Mängel vor Übergabe in einem, auf klassische Fahrzeuge spezialisierten und zertifizierten Karosserie-Fachbetrieb ordnungsgemäß beseitigt werden.
Ein umfangreicher Ordner mit diversen Dokumenten zum Fahrzeug liegt vor. So sind u.a. die Original-Rechnungen seit 1990 und die TÜV-Berichte seit 1991 vorhanden, über die die gesamte Historie des Fahrzeuges belegt werden kann. Der Original-Porsche-Pflegepass ist bis ins Jahr 1996 und einem KM-Stand von 159.800 lückenlos geführt. Die weiteren Servicearbeiten können über die vorhandenen Rechnungen belegt werden. Ein Wertgutachten des TÜV-Rheinland vom 22.07.2021 bescheinigt dem Fahrzeug eine Zustandsnote von 2 mit einem Wiederbeschaffungswert von € 72.000,00 und einem Marktwert von € 60.000,00.